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Stadtführung: Kulinarische Welten im Kiez

by Philipp Stierand on 21. Juli 2010

Beim ersten Rendezvous etwas Leckeres aufzutischen, ist jetzt nicht gerade ein Geheimtipp. Aber schon mal probiert sich über das Essen in eine Stadt zu verlieben? Die Stadtführungen von Eat the World bitten Unterstützung für ein erstes Rendevouz und ermöglichen kulinarische Erfahrungen in Berlin, Hamburg und München. So kennt man den besten Italiener der Stadt dann schon am ersten Tag und hat vielleicht seine große Lieblingsstadt gefunden.

Elke Freimuth hat diese touristische Idee aus New York nach Deutschland gebracht und dafür ihren Lehrerberuf an den Nagel gehängt. Jetzt ermöglicht ihr Unternehmen einen Blick in das kulinarische Leben von Vierteln wie Kreuzberg und Friedrichshain in Berlin oder der Schanze und Ottensen in Hamburg. In den Führungen wird informatives zur Stadtgeschichte mit kulinarischen Leckereien gemischt. Besucht werden kleine, inhabergeführte Läden und Restaurants, die typisch für das Leben im Quartier sind. Auf der Friedrichshain-Tour sind dies beispielsweise: ein österreichisches Café, ein bulgarisches Restaurant, ein libanesisch-irakischer Imbiss, ein heimatliches Feinkost-Bistro oder ein Fachgeschäft für Schokoladen und Tartes. Der Tagesspiegel hat eine dieser kulinarischen Erkundungen in Ost-Berlin begleitet:

In den folgenden vier Stunden kehren sie in sieben Restaurants, Cafés und Feinkostläden zu kleinen Kostproben ein, werden dort meist von den Inhabern mit kleinen spannenden Geschichten bewirtet, und bereits nach den ersten Stationen durchmischt sich die Gruppe. Man kommt im „PriMaria“ bei bulgarischen „Kartofki“ mit Knoblauch und Schafkäse, im „Proviant“ bei Brot mit Löwenzahnpesto und im „Schmitzberger“ bei österreichischem Gugelhupf ins Gespräch und tauscht Reiseerlebnisse und Erfahrungen mit der Kreuzberg-Tour aus, die Freimuth ebenfalls anbietet. „Auch dort wird einem über das Kulinarische hinaus viel Insiderwissen vermittelt. Das ist selbst für mich als Berlinerin toll“, sagt Christine Böhmer, die früher in Prenzlauer Berg gelebt hat. (Der Tagesspiegel 08.06.2010)

Die Stadttouren auf ungefähr drei Stunden angesetzt und kosten 30 €. Buchbar sind sie über die Internetseite von Eat the world.

Titelbild

Feinkost, CC by norrlands guldtjej

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