by Philipp Stierand on 2. Februar 2012
Innerstädtische Nutztierhaltung war vor den Zeiten von Eisenbahn und Stadtautobahn normal. Weil es nicht möglich war, die Milch über weitere Strecken unverdorben zum Konsumenten zu transportieren, musste die Kuh mitkommen. Und der Mist aus den vielen Kuh- und Pferdeställen war der ideale Dünger für die intensive Landwirtschaft in und um die Stadt. Heute scheint innerstädtische Tierhaltung auf Haustiere beschränkt. Doch im Zuge der neuen urbanen Landwirtschaft schaffen es auch einige Nutztiere zurück in die Stadt. In den USA ist das Huhn im eigenen Garten bereits schick. Etwas unscheinbarer aber gleich doppelt nützlich ist die Stadtbiene: Sie produziert nicht nur leckeren Honig, sondern ist Voraussetzung für die gute Ernte im Stadtgarten.
Die Top 7 der guten Gründe für Stadtbienen
1. Parkanlagen, Hausgärten, Alleen, verwilderte Grundstücke, ja selbst Verkehrsinseln und Balkonpflanzen bieten den Bienen vom Krokus im Frühjahr bis zur Goldrute im November stets
einen reich gedeckten Tisch. [...]
2. Bienen sind wärmeliebende Tiere. Das Mikroklima ist in der Stadt im Durchschnitt um 2 bis 3 Grad wärmer als im Umland. [...]
3. Stadtimker ernten deutlich mehr Honig als Landimker. Das beweist die Statistik des Deutschen Imkerbundes Jahr für Jahr. weiterlesen →
by Philipp Stierand on 24. Januar 2012
Mal wieder innovative Neuigkeiten aus Brighton ands Hove: Die „Planning Advice Note: Food Growing and Development“ wurde im Umfeld der Brighton Food Partnership entwickelt und letzten September vom Stadtrat verabschiedet. Die Advice Note enthält keine neuen Vorschriften sondern soll Bauherren mit Hinweisen und Ratschlägen ermutigen urbane Landwirtschaft in ihre Bauprojekte zu integrieren.
Die Planning Advice Note erklärt Pläne und Leitlinien auf nationaler wie regionaler Ebene mit Bezug zu Grünflächen, Kleingärten und urbanen Lebensmittelanbau. Darüberhinaus gibt sie praktische Hinweise für die Planung. Themen wie Wasserversorgung, Erde, Zugang oder auch Altlasten werden behandelt. Schließlich werden noch die möglichen Garten- und Begrünungsmöglichkeiten kurz erläutert und mit Praxisbeispielen illustriert.
“We have done a lot of work encouraging developers to green their sites with green walls and roofs and planting around the buildings – the guidance is part of trying to improve our overall green infrastructure” erklärte Francesca Iliffe, Brightons Nachhaltigkeitsmanagerin dem Blog Cityfarmer.
Titelbild
Wheeeeeee in Brighton, CC by Andy Wilson
Planning Advice Note
Brighton and Hove City Council (2011): Planning Advice Note 06: Food Growing and Development
Weiterführende Links
Bericht im Blog City Farmer News
City Council: Decision details
Brighton & Hove Food Partnership
Harvest Brighton & Hove