Die Berliner CSA Speisegut wundert sich über die Aufmerksamkeit und die Fördergelder die Indoorfaming- und Aquaponik-Projekte bekommen. Die Bauern fragen aus Sicht der ökologischen Landwirtschaft: Was soll an Landwirtschaft ohne Sonnenlicht und Boden ökologisch oder sinnvoll sein?

„Qualität hat etwas mit Sonne und Licht zu tun. Die  nicht zu erreichen ist mit LED und Co.  Haben wir nicht in der Praxis gelernt, dass Geschmack und haltbare Qualitäten nur durch direkte Sonneneinstrahlung möglich ist? Licht und Sonne mit kosmischen Kräften zu tun hat und der Frucht Struktur geben? Der Boden gehört genauso zur Pflanze und ist Lebensgrundlage. Er speichert bis zu 20 essenzielle Elemente wie Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff Stickstoff und Schwefel. Dies sind die Grundbausteine der Pflanze.”

An der Universität of Kentucky sammeln Freiwillige übrig gebliebenes Essen aus Cafeterien und Mensen ein und bereiten es für Tafeln und Suppenküchen auf.

„The new initiative is part of a nationwide program called the Campus Kitchen.  Like the recently opened Big Blue Pantry, it is an organization with aspirations to bring awareness to issues surrounding hunger, albeit in a different way. The focus of the kitchen is on helping people on and off campus in the greater Lexington community while also trying to keep food  from going to waste.”

Der National Geographic stellt in interkativen Inforgraphiken anschaulich die Ernährungsweisen verschiedener Länder im Zeitverlauf dar. In eigenen Graphiken wird jeweils der Fleischverbrauch dargestellt. Sehr anschaulich gemacht – aber die Schlußfolgerungen zieht man wohl doch besser selbst:

„The meat-heavy German diet reflects its age-old of sausage (würst) making.”

Jaja, die alte Last mit dem Würst.

In einer Biorama-Glosse diskutiert Jürgen Schmücking den Begriff Regionalität und stellt gleich in der Überschrift fest: „Regional ist das neue Bio: Ein Spruch, der an Dämlichkeit kaum zu überbieten ist.”  Widersprechen sich Logig und Logistik des Regionalen?

„Darum geht es aber nicht. »Der Geschmack der Heimat« hat nichts (oder wenig) mit Vernunft zu tun. Es ist ein hochemotionales Bedürfnis. Eine Frage des Herzens. Wenn der Kopf verstanden hat, dass sich die Grenzen zwischen zwei Ländern und regionale Produktion nicht widersprechen und dass es manchmal notwendig und für die Umwelt besser ist, lokale Produkte über einen weiten Umweg zum Gast zu schicken, wird auch das Herz sich freuen.”

Die Video-Dokumentation der Berliner Veranstaltung “Ernährungsstrategien für die Stadt” wurde auf Youtube veröffentlicht. Die Veranstaltung wurde von der zivilpolitischen Organisation NAHhaft e.V. in Kooperation mit der Hertie School of Governance organisiert. NAHhaft setzt sich für die Entwicklung und Umsetzung zukunftsfähiger Ernährungsstrategien in Städten ein.

Warum ist „nachhaltige Ernährung“ ein zukunftsweisendes Thema für Städte? Wie können nachhaltige Ernährungsstrategien für Städte konkret aussehen und welche Akteure sind in der Lage, diese Strategien zu entwickeln und umzusetzen?“

Teilnehmer
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Moderator
Sabine Toepfer-Kataw, Berliner Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Justiz, beschreibt auf dem
Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des Studentenwerks Berlin
Dr. Philipp Stierand, Autor des Buches „Speiseräume“.
Ludolf von Maltzan, Geschäftsführer des Ökodorfes Brodowin
Lukas Paul Fesenfeld, geschäftsführender Vorsitzender NAHhaft e.V.

Der Blog „Die Frankfurter Beete“ haben das Buch „Speiseräume – die Ernährungswende beginnt in der Stadt“ besprochen:

„Ein Sachbuch, das sich so spannend wie ein Roman liest – so ging es mir mit „Speiseräume – Die Ernährungswende beginnt in der Stadt“. Philipp Stierand nimmt den Leser mit auf eine Reise in das Ernährungssystem Stadt – mit all seinen derzeitigen Schattenseiten, aber auch Positivbeispielen, die zeigen, was eine kommunale Ernährungspolitik bewirken könnte.“

Das Stadt Land Food Festival endete am 05. Oktober 2014 in Berlin. Dieses Video fast die Eindrücke des 4. und letzten Tages zusammen.

Die Welt am Sonntag (28.09.2014) berichtet über ein Aquaponik-Projekt in Dortmund. Der Verein die  Urbanisten betreibt die Anlage, die Fisch- und Gemüsezucht kombiniert, in einem Hinterhof.

„Aber dann führt Rolf Morgenstern einen in den Hof hinter seinem Büro, zu einem Gewächshaus, in dem Tomaten und Chilipflanzen wachsen, auch Mangold hat Morgenstern auf Hochbeeten angebaut, jede Menge Pfefferminze und Basilikum. Unter den Beeten blubbert und plätschert es. Aus Wasserbassins führt ein Gewirr an Schläuchen nach oben. Und an der Rückwand des Treibhauses schwimmen in einem grünen Fiberglascontainer 18 Karpfen.”

Der Journalist Jens Brehl hat in seinem Blog “Brehl backt” ein Interview mit Philipp Stierand veröffentlicht. Unter dem Titel “Landeier in der Stadt” schreibt er:

Die Regale der Supermärkte sind unabhängig von der Saison das ganze Jahr prall gefüllt. Aus nahezu allen Teilen der Welt beziehen wir unsere Nahrung. An fast jeder Straßenecke gibt es Imbissbuden oder Restaurants. Auf den ersten Blick müssen sich Städter demnach keine Gedanken um Lebensmittel machen. Dr. Philipp Stierand, Autor von „Speiseräume – Die Ernährungswende beginnt in der Stadt“ plädiert dennoch dazu, das im Rahmen der Stadtplanung vernachlässigte Thema Ernährung wieder aufzugreifen.

Speiseräume folgen