Das Dortmunder U

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Stadt und Ernährung sind zwei Begriffe, deren enge Verbindung sich in den letzten 100 Jahren aufgelöst zu haben scheint. Mit den Kuh- und Ziegenställen, den Küchengärten und den Schlachtbänke ist auch das Thema Ernährung aus den Städten verschwunden. Lebensmittel kommen vom Land, Ernährungspolitik wird irgendwo gemacht. Die Verunsicherung der Verbraucher durch eine lange Reihe von Lebensmittelskandalen, die Diskussionen um den Klimawandel, sich verschärfende Umweltprobleme und die Volkskrankheit Fettsucht ändern dies gerade. Es werden neue Anforderungen an die Lebensmittelversorgung formuliert: Vertrauen, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Fairness. Mit diesen neuen Herausforderungen kehrt die Ernährungspolitik auf die städtische Ebene zurück.

Philipp Stierand

Dr. Philipp Stierand hat Raumplanung studiert und arbeitet seit 10 Jahren in der Naturkostbranche. Ein Reiferaum voll mit bestem Parmesan hat diese beiden Professionen schließlich zueinander gebracht. Ein Parmesano-Reggiano ist nur ein Parmesano-Reggiano, wenn seine Milch aus einer bestimmten Region kommt und er dort auch gereift ist. Das ist gesetzlich festgeschrieben und vom Europäischen Gerichtshof bestätigt. Scusi – in der Nachbarregion hergestellt ist der gleiche Käse „nur“ noch ein Grana Padano. Wenn aber Raum für Lebensmittel so elementar wichtig sein kann, wieso sprechen dann Raumplaner nicht über Lebensmittel? Mit dieser Forschungsidee  entstand zwischen 2004 und 2008 eine Dissertation zu „Stadt und Lebensmittel“.

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Titelbild

Dortmunder U, C  by Philipp Stierand

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