Wie finden Gemeinschaftsgarten-Interessierte eine Fläche? Wie findet ein Flächeneigentümer interessierte Gärtner? Das sind zentrale Fragen, wenn es um die Förderung des urbanen Gärtnerns geht.

Der Regionalverband Ruhrgebiet hat vor einiger Zeit einen Leitfaden erstellt, der Flächeneigentümer dabei unterstützt ihre Flächen auf die Eignung für einen Gemeinschaftsgarten zu untersuchen. Doch was passiert, wenn eine Kommune die Flächen mit Gartenpotenzial kennt? Die Vernetzungsplattform der Gemeinschaftsgärten in Nordrhein-Westfalen „Urbane Oasen” eröffnet jetzt die Möglichkeit solche Flächen Gemeinschaftsgarten-Interessierten direkt anzubieten. Im Flächenpool können Kommunen und andere Flächeneigentümer Grundstücke einstellen.

Gemeinschaftsgärten in NRW
Gemeinschaftsgärten in NRW

Carlos Tobisch (Die Urbanisten e.V.) will mit dem Flächenpool eine der Einstiegshürden für Gemeinschaftsgärten senken. Aus seiner Arbeit und aus Gesprächen mit Gartenprojekten kennt er das Problem freie Flächen und dann noch deren Eigentümer zu finden.

„Auf der anderen Seite gibt es Kommunen, Unternehmen und Private, die Flächen haben und diese gerne zur Verfügung stellen würden. Sie wollen die Fläche in guten Händen wissen und gegen Verwahrlosung schützen, wissen aber nicht wie und wo sie Gärtner finden sollen”, sagt Carlos Tobisch.

Der Flächenpool bringt beide Seiten zusammen. Das könnte vieles erleichtern – denn die Flächensuche ist ein Problem vor dem Gemeinschaftsgärten oft gleich mehrmals stehen.

„Viele Garten-Flächen stehen nur temporär zur Verfügung und sollen mittelfristig vermarktet oder bebaut werden. Ein Flächenpool gibt Gärten in solch einer Situation die Möglichkeit, sich frühzeitig nach Flächen in der Nähe umzusehen.”

Nach einem Gespräch mit dem Regionalverband und einer Anfrage der Stadt Mönchengladbach, die Nutzer für zwei Flächen sucht, entstand schließlich die Idee zur neuen Funktion auf der Plattform Urbaneoasen.de: dem Flächenpool.